Kontrolle der Toxoplasmose—Immunitätslage

Die Toxoplasmose ist eine durch Parasiten übertragene Infektionskrankheit, deren rechtzeitige Erkennung in der Schwangerschaft von besonderer Bedeutung ist. Die Erreger (tierische Einzeller — ähnlich den Amöben) werden aus dem Darm von Katzen mit dem Kot ausgeschieden und gelangen mit ungenügend erhitztem (rohem) Fleisch, sonstigen verunreinigten Lebensmitteln, Strassenstaub oder Blumenerde zum Menschen.

Die Toxoplasmose ist eine Infektionskrankheit, die meistens völlig unbemerkt für die Mutter abläuft. Es besteht aber bei einer frischen Infektion eine Infektionsgefahr für das ungeborene Kind bei nicht immunen Frauen.

Jährlich werden in Deutschland 2000 Kinder geboren, die an in der Schwangerschaft erworbener Toxoplasmose mit zum Teil schweren Folgen wie
geistiger Behinderung und gestörtem Sehvermögen leiden.

Durch eine gezielte antibiotische Behandlung in der Schwangerschaft ist es möglich nahezu alle schweren Folgezustände der Erstinfektion zu verhindern. Die besondere Problematik der Toxoplasmose besteht darin, dass ihr Auftreten meist völlig symptomlos erfolgt: eine rechtzeitige Erkennung in der Regel also nicht möglich ist. Das Resultat der Untersuchung entscheidet über die Notwendigkeit gewisser Vorsichts- und Therapiemaßnahmen und die Notwendigkeit vonKontrolluntersuchungen alle 8—12 Wochen.

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