Streptokokken—Scheidenabstrich

Streptokokken (genaue Bezeichnung: ß-hämolysierende Streptokokken Gruppe B) sind Bakterien, die relativ häufig in der Scheide und am Muttermund vorkommen.

Bei bis zu 30 % aller Schwangeren finden sich diese Streptokokken im
Genitaltrakt. Bei der Geburt kann es zu einer Übertragung dieser Bakterien auf die Neugeborenen und zur Entstehung einer schweren Erkrankung des Neugeborenen kommen.
Diese kann innerhalb der ersten beiden Lebenstage oder auch als Spätform nach
7—10 Tagen auftreten. Die Sterblichkeit vor allem der Frühform ist hoch.

Beim Nachweis von Streptokokken bei einer Schwangeren besteht die Möglichkeit, eine Übertragung auf das Kind unter der Geburt durch die kurzzeitige Gabe von Penicillin unter der Geburt zu verhindern. Diese Penicillin—Prophylaxe ist immer dann anzuraten, wenn bei bekannter Besiedlung der Scheide mit Streptokokken noch zusätzlich eine Frühgeburt droht, Fieber unter der Geburt oder ein vorzeitiger Blasensprung auftritt oder die Schwangere bereits ein Kind mit Streptokokken—Infektion nach der Geburt hatte.

Inzwischen wird auch bei Frauen ohne Risikofaktoren bei einer Besiedlung der Scheide mit ß-Streptokokken eine kurzfristige antibiotische Behandlung unter der Geburt empfohlen.

 

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